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Geschichte
Das Fischerei- und Naturkunde-Museum Wassertrüdingen wurde 1992 als Fischereivereinsmuseum gegründet. Das alte Nordtor in der Bevölkerung liebevoll „Törle“ genannt, sollte Heimstatt der vielen interessanten Präparate unserer Mitglieder werden.
Die ersten Räume mit Fischpräparaten wurden liebevoll und mit erheblichem Zeitaufwand von den Mitgliedern Jürgen Schindhelm, Georg Päsler und Erwin Philipp gestaltet. Danach herrschte Jahre „relativ“ Ruhe, da die Gelder für eine Erweiterung fehlten. Ab 1999 und die folgenden Jahre beschaffte die damalige Vorstandschaft mit erheblichen Mitteln des Vereins seltene Fisch- und Vogelpräparate. Zwei neue Räume wurden von Georg Päsler „im Alleingang“ gestaltet. Damit war die Basis für ein Naturkunde-Museum geschaffen.
Und dann ging es „Schlag auf Schlag“. Rektor Heinz Eberlein erklärte sich einverstanden, das von ihm vor Jahren geschaffene und jetzt verwaiste Imkereimuseum wieder zu „aktivieren“. Sensation hier das lebende Bienenvolk, das von April bis August eines Jahres in seinem Stock bei der Arbeit zu bewundern ist. Die extra gekennzeichnete Königin entzückt immer wieder insbesondere die Kinder.
Mit einer Schmetterlingssammlung, die ich vom ehemaligen Fischereidirektor erwarb, war die Basis für ein Schmetterlingszimmer geschaffen. Unser Mitglied Gerhard Engerer, Gärtner und Hobbyzüchter, stellte uns eine große Sammlung von Schmetterlingen u. a. rund um den Hesselberg zur Verfügung. Diese Sammlung farbenprächtiger „Flattermänner“ aus der engeren Heimat beeindruckt besonders die Damen, die den Raum mit den beleuchteten „Schautischen“ gar nicht mehr verlassen wollen.
Dann lernten wir den „Steineklopfer“ Peter Kaszmekat, Neubürger in Wassertrüdingen, kennen. Der richtete 3 Räume mit seinen Funden, Versteinerungen/Fossilien ein, die um die 150 Millionen Jahre alt sind. Er ist inzwischen stets bereiter Ideengeber und kompetenter Führer durch das Museum.
Besonders stolz sind wir auf den 13., den Greifvogelraum, der erst 2005 vollendet werden konnte. Wir verfügen über 2 Uhus (Vogel des Jahres 2005) selten und strengstens geschützt. Haben Sie schon einmal einen Fischadler gesehen oder den seltenen Wanderfalken? Oder den Steinkauz? Sie werden überrascht sein. Sogar über 2 Schnee-Eulen verfügen wir. Seit Mai 2007 haben wir auch einen Seeadler, der eine Bläßgans in den Fängen hat. Ein Paar ist ja am Altmühlsee bei Gunzenhausen ansässig.
Und wir machen weiter. Nicht nur die Stadt Wassertrüdingen ist stolz, dass dieses historische Gebäude aus dem Jahre 1350 so sinnvoll genutzt wird. Auch wir sind stolz, dass wir für die nachfolgenden Generationen etwas so Sehenswertes schaffen konnten und noch können. Manches Tierpräparat, das in unserem Museum seine letzte Heimat gefunden hat, wird es irgendwann in der Natur nicht mehr geben. Ausgestorben wird es lapidar heißen.
Unsere elektronische Begrüßung und kurze Einführung im Museum können Sie sich hier in deutsch, englisch oder französisch anhören. Falls gewünscht, bitte auf die Seite "Führungen" klicken.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
H.-Holger Lindner-Reichert
Ehrenvorsitzender (von 1982 bis 2002 1. Vorsitzender des Vereins)
und verantwortlich für das Museum